Der Wiener Neustädter Altar, der Maria gewidmet ist, die kirchlich an einem Ende des Spannungsbogen "Gut und Böse" steht, was auf den Sündenfall resp. Eva anspielt; durch eine Frau kam also das Verderben, hingegen auch durch eine Frau das Heil in die Welt - so die Quintessenz. Nun, im lateinischen Wort malum für Apfel als auch für das Böse ist dieser Gedanke auch fixiert, so ist es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass in diesem aus dem Jahre 1447 datierten Altar, der nur selten ganz geöffnet ist, Maria einen Apfel hält.