8./9. Februar 2007

Obwohl wenig Zeit und trotz schlechten Wetters führten mich zwei meiner Ferientage erstmals nach Reims ( à separater Bericht) sowie auf die Schlachtfelder Verduns, die für viele im 1. Weltkrieg das Ende ihres Lebens bedeuten sollten. Blutpumpe oder Knochenmühle Verdun nannten man diese Orte gegenseitigen Abschlachtens im geradezu industriellen Stil. Was gemeinhin Stalingrad für den 2. Weltkrieg, dies bedeutet Verdun für den 1. Weltkrieg. Sinn- und zweckloses Opfern von Menschen im grossen Stil.

Eingangs erwähnte ich die wenige Zeit sowie das schlechte Wetter - doch Hand aufs Herz: Dies durften sicherlich keine Reisehinderungsgründe sein sondern mussten vielmehr Pflicht, je geradezu Aufforderung zu einer solchen Reise sein, hatten doch damals die meisten Soldaten noch viel weniger Zeit und mussten bei noch mieserem Wetter ins Felde ziehen, dort unter miesesten Bedingungen ausharren und den Stahlsplittern sowie Giftgasschwaden trotzen. Obwohl dieser "Spuk" im Jahre 1916 nur wenige Monate gedauert hatte, überlebten dies 300'000 Menschen nicht, noch viel mehr kehrten als an Leib und Seele Versehrte zurück.

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