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Obwohl wenig Zeit
und trotz schlechten Wetters führten mich zwei meiner Ferientage
erstmals nach Reims ( à
separater Bericht) sowie auf die Schlachtfelder Verduns, die für viele im 1.
Weltkrieg das Ende ihres Lebens bedeuten sollten. Blutpumpe oder
Knochenmühle Verdun nannten man diese Orte gegenseitigen
Abschlachtens im geradezu industriellen Stil. Was gemeinhin
Stalingrad für den 2. Weltkrieg, dies bedeutet Verdun für den 1.
Weltkrieg. Sinn- und zweckloses Opfern von Menschen im grossen Stil.
Eingangs erwähnte
ich die wenige Zeit sowie das schlechte Wetter - doch Hand aufs
Herz: Dies durften sicherlich keine Reisehinderungsgründe sein
sondern mussten vielmehr Pflicht, je geradezu Aufforderung zu einer
solchen Reise sein, hatten doch damals die meisten Soldaten noch
viel weniger Zeit und mussten bei noch mieserem Wetter ins Felde
ziehen, dort unter miesesten Bedingungen ausharren und den
Stahlsplittern sowie Giftgasschwaden trotzen. Obwohl dieser "Spuk"
im Jahre 1916 nur wenige Monate gedauert hatte, überlebten dies
300'000 Menschen nicht, noch viel mehr kehrten als an Leib und Seele
Versehrte zurück.
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dieser wunderbaren Gegend nahe der Champagne. |