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Sainte
Mère Église
Diesen Namen, dieses Dorf kennen wohl viele von
denjenigen, die je den Film "Der längste Tag" gesehen haben: Die Szene
mit dem an einem Kirchturm baumelnden GI. Dies alles basiert auf einer
wahren Begebenheit; lesen wir aus einem Bericht:
Das ungewöhnlichste Denkmal der Invasion erinnert in
Sainte-Mere-Eglise an die Operation der 82. und 101. amerikanischen
Airborne-Division. An der Kirche hängt die Puppe eines Soldaten, der
sich mit seinem Fallschirm an einem der Ecktürmchen über den
Wasserspeiern verfing. John
Steele vom 505. Fallschirmjägerregiment der 82. Airborne-Division wurde auf
das Dach des Gotteshauses getrieben, als am 6. Juni zwischen 1.00 Uhr
und 4.30 Uhr insgesamt 15 000 Mann über dem Ort im Hinterland des
Strandabschnitts "Utah Beach" absprangen. Neben Steele blieb noch ein
zweiter Soldat an der Kirche hängen, der 17-jährige Ken Russell aus
Maryville, Tennessee. Er beschreibt die Szene so: "Ein brennendes Haus
erhellte die Landezone meilenweit. Die Leinen meines Fallschirms
verhedderten sich am Glockenturm. Steele baumelte an dem Spitztürmchen.
Ein rothaariger Deutscher legte auf uns an. Sergeant John Ray wollte uns
zu Hilfe kommen. Der Deutsche schoss ihn in den Bauch. Noch im
Todeskampf zog Ray seine 45er und traf den Deutschen in den Hinterkopf.
John Steele wurde noch in der gleichen Nacht von einem deutschen aus
seiner misslichen Lage befreit. Beide trafen sich Jahre später an diesem
historischen Ort wieder.
Karte
von der Umgebung Sainte Mère Église |