Speers Bäume

Bekanntlich wurde Albert Speer, Bau- und Rüstungsminister von Adolf Hitler, wegen seiner Rolle im Dritten Reich 1946 im Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, die er mit anderen sechs Nazigrössen im ehemaligen Militärgefängnis von Berlin-Spandau verbüssen musste. Damit er sich dort halbwegs sinnvoll beschäftigen konnte, begab er sich u. a. auf einer virtuelle Weltreise ( zählte die Kilometer seiner täglichen Spaziergänge im Gefangenenhof ), schrieb Tagebucheinträge oder gestaltete einen gartenähnlichen Park, in welchem er auch Nussbäume pflanzte. 1987, nach dem Tod des letzten Insassen dieses Gefängnisses (Rudolf Hess), wurde der Bau sofort - bis auf die Nussbäume - abgerissen, damit er nicht zu einem Wallfahrtsort zwielichtiger Zeitgenossen werden konnte. Von dieser Baumgeschichte erfuhr ich erstmals in der Sendung "Speer und Er", wodurch mein Interesse nicht nur am  Genius Loci  dieses Ortes sondern auch an den bereits erwähnten Nussbäumen geweckt wurde.

Militärgefängnis Spandau:

Luftaufnahme / heutiger Ort als Luftbild GoogleEarth / als kmz-Datei